Kaiserthermen in Trier

Salve, Treveris! Streifzug durch das römische Trier

Mit passender Lektüre auf den Spuren der Römer

Man muss gar nicht immer allzu weit in die Ferne schweifen. Die Moselregion wollte ich mir schon lange ansehen, und die Befürchtung, im Ausland noch zu vielen Pandemie-Unwägbarkeiten unterworfen zu sein, gab schließlich den Ausschlag für das diesjährige Reiseziel: Es ging nach Trier! Dort gibt es eine Menge Geschichte zu entdecken, galt es doch zeitweise sogar als »das zweite Rom«. Mein Urlaub stand deshalb ganz im Zeichen der Antike. Und mit den historischen Invita-Romanen von Maria W. Peter hatte ich auch die richtigen Bücher für meine kleine Zeitreise im Gepäck. Willkommen zum Lese-Reiseführer!

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Anne Boleyn Medaille

Das Aussehen von Anne Boleyn

Ist eine Medaille der Schlüssel?

Anne Boleyn hat als historische Figur eine solche Ikonizität erhalten, dass wir ihr Bild sofort wiedererkennen: Eine dunkelhaarige Frau mit einer französischen Haube, in schwarzem Kleid, oftmals mit einem goldenen »B« an einer Perlenkette. Ihr Portrait kommt in vielen Facetten daher. Aber: Keines dieser Gemälde stammt nachweislich aus ihren Lebzeiten, für keines hat sie sicher Modell gestanden. Das Rätsel um das Gesicht von Anne Boleyn dauert also an und fasziniert uns bis heute. Aber es gibt ein kleines, unscheinbares Artefakt, das uns zu ihr führt: eine Medaille.

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Heinrich VIII und Clemens VII

Scheidung mit Hindernissen: Eine Chronik

Weshalb der Papst die neue Ehe von Heinrich VIII. nicht einfach erlaubte

Es ist eine der berühmtesten Scheidungen der Geschichte: Heinrich VIII. von England wollte sich von seiner ersten Frau, Katharina von Aragón, lossagen, um seine Favoritin Anne Boleyn zu heiraten und männliche Erben zu bekommen. Für solche Angelegenheiten zuständig: der Papst. Erst, als Heinrich nach langen Jahren noch immer keine Entscheidung aus Rom bekam, leitete er den Bruch mit der katholischen Kirche ein und legte damit den Grundstein für die Reformation in England. Aber warum eigentlich genehmigte Papst Clemens VII. die Scheidung nicht einfach?

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Der Renaissance-Ellbogen

Der Renaissance-Ellbogen

Rockstar-Attitüde in Öl

Was haben Mick Jagger und Heinrich VIII. gemeinsam? Also, abgesehen von einem eher ungesunden Lebensstil und dem ihnen vorauseilenden Ruf als notorische Womanizer … ? Es ist die Geste des in die Hüfte gestemmten Armes mit dem vorgeschobenen Ellbogen, der die Kunsthistorikerin Joaneath Spicer dazu bewegt hat, den Rockstar und den Renaissancemenschen in einem Atemzug zu nennen. Eine Geste, die mir zuvor nie bewusst aufgefallen ist, die ich jetzt aber in allen möglichen Gemälden bemerke: Was hat es mit dem Renaissance-Ellbogen auf sich?

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Geschichte enthält keine Spoiler

Warum wir historische Stoffe spannend finden, obwohl wir den Ausgang bereits kennen

Spoiler – wer hasst sie nicht? Egal, ob es um den Mörder am Ende eines Krimis, die Frage, wer den eisernen Thron gewinnt oder den Sieger des letzten Duells zwischen Harry Potter und Voldemort geht, gilt es als Todsünde, anderen den Ausgang einer Geschichte zu verraten. Der Grund ist naheliegend: Wir wollen mitfiebern und uns von der Auflösung überraschen lassen. Bei historischen Romanen, Filmen oder Serien sind wir dagegen grundsätzlich schon gespoilert, denn wir wissen ja, wie die Geschichte verlaufen ist und welche Schicksale die historischen Protagonisten ereilten. Was soll daran also spannend sein?

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Geschichte ist immer da.

Wie mich der Blick in die Vergangenheit momentan tröstet

Was hat die Geschichte mit der Corona-Epidemie zu tun? Mit Ansage, aber für das konkrete Leben dann doch irgendwie plötzlich, steht die Welt gerade Kopf. Was zunächst nur ein paar nervige Konsequenzen hatte, wie etwa die Absage der Leipziger Buchmesse, hat sich zu einem Notstand mit erheblichen Einschränkungen entwickelt. Wer es irgendwie möglich machen kann, gehört nach Hause, und wer arbeiten muss, um unsere Versorgung zu gewährleisten, hat meinen größten Respekt.

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Cover des Buches "Authentizität als Darstellung"

Authentizität in historischen Romanen

Wenn wir historische Romane bewerten, erhalten sie oft die Attribute „gut recherchiert“ oder „historisch korrekt“, die für sich genommen schon recht dehnbar sind. Oft fällt auch der Begriff „authentisch“. Authentizität ist dieser Tage omnipräsent, aber was heißt das eigentlich? Und wann ist ein historischer Roman authentisch, falls er das überhaupt sein kann?

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