Ausschnitt aus dem Cover des Romans "Die Perlenfischerin" von Sabine Weiss.

Reich an Perlen | Sabine Weiss: Die Perlenfischerin *

Löwen, Intrigen und renitente Untertanen

* Dieses Buch wurde mir als Rezensionsexemplar vom Verlag zur Verfügung gestellt. Der Themenschwerpunkt meines Artikels und der Inhalt meiner Rezension bleiben davon unberührt. 

Um das Jahr 1200 ging es im heutigen Deutschland richtig hoch her. Christen gegen Heiden, Staufer gegen Welfen, Untergebene gegen ihre Herren – in «Die Perlenfischerin» erzählt Sabine Weiss, wie sich die Kriege und politischen Ränkespiele auf das Alltagsleben der Bevölkerung auswirkten. Und sie erzählt von den Perlen, deren Schönheit die Menschheit bereits im Mittelalter beeindruckte – heute ist die Flussperlmuschel vom Aussterben bedroht. Was die Zerstörung Bardowicks mit den Hinterteilen seiner Einwohner zu tun hat, wie das deutsche «Game of Thrones» verlief und was wir tun können, um die Flussperlmuscheln zu schützen, erfahrt ihr heute bei mir.

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Feminine Diplomatie | Marie Cristen: Der Damenfriede

Die Streitschlichterinnen von Cambrai

Wenn Zwei sich streiten, muss ein Dritter schlichten. Jedenfalls galt das für die zähen Verhandlungen, die 1529 im sogenannten Damenfriede von Cambrai ihren Abschluss fanden. Ein diplomatisches Meisterstück? Bemerkenswert ist jedenfalls die Besetzung. In der Rolle der Streithähne: Kaiser Karl V. und der französische König Franz I. In der Rolle der Schlichterinnen: Margarete von Österreich, des Kaisers Tante, und Louise von Savoyen, des Königs Mutter. Im historischen Roman „Der Damenfriede“ von Marie Cristen gibt es noch eine dritte Dame, Simona Contarini, die ungewollt zwischen die Fronten gerät. Wie kam es zu dem Krach zwischen Kaiser und König und dazu, dass es zwei Frauen waren, die den Karren ganz offiziell aus dem Dreck ziehen durften?

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Ansichten von Brügge, Gent und Mechelen

Flandern sehen und … lesen!

Eine literarische Reise durch das historische Belgien

Auch im Urlaub begebe ich mich gerne auf die Spuren der Geschichte – sozusagen, um das Motto meines Blogs ganz praktisch in die Tat umzusetzen. Und dieses Jahr führte es mich nach Belgien, genauer gesagt in die Provinz Flandern. Die spielte historisch nämlich eine äußerst bedeutende Rolle, und das kann man bis heute sehen. Es war wie eine kleine Zeitreise, die ich in Brügge, Gent und Mechelen erlebt habe. Im Gepäck hatte ich natürlich auch die passenden historischen Romane, die ich euch heute gemeinsam mit ihren realen Schauplätzen und Akteuren vorstellen möchte. Willkommen zu meinem historisch-literarischen Reiseführer!

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Schiffe versenken mit Moby Dick | Owen Chase: Tage des Grauens und der Verzweiflung *

Wehrhafte Wale

 * Dieses Buch wurde mir als Rezensionsexemplar vom Verlag zur Verfügung gestellt. Der Themenschwerpunkt meines Artikels und der Inhalt meiner Rezension bleiben davon unberührt. 

Ein riesiger Wal rammt ein Schiff, das daraufhin untergeht. Kommt euch die Story vage bekannt vor? Das Ereignis, das zentral für Herman Melvilles Klassiker „Moby Dick“ ist, beruht auf einem wahren Bericht. Wer meinen Artikel zur Zeitreise ins 18. Jahrhundert kennt, der weiß, dass ich die Geschichte nicht nur gerne als Fiktion, sondern auch durch die Worte der Zeitgenossen erlebe. Heute wird der Spieß also wieder umgedreht und wir schauen uns an, wie es der Besatzung der Essex erging, wie der Steuermann Owen Chase das Geschehen schilderte und was Herman Melville in „Moby Dick“ daraus machte (auch, wenn das streng genommen gar kein historischer Roman ist).

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Reliquienjagd | Dirk Husemann: Die Eispiraten

Der Leichentransport des Heiligen Markus

Ein absurdes Versprechen des Dogen von Venedig, seine vorwitzige Tochter, eine bunte Schiffsbesatzung, fiese Gegenspieler und eine schier unmögliche Mission. Der Roman „Die Eispiraten“ von Dirk Husemann vermischt zahlreiche Legenden und Geschichten: Wikinger, die mit ihrem Drachenboot übers Mittelmeer segeln, die ersten Experimente mit Speiseeis, den Diebstahl der Gebeine des Heiligen Markus… Und was, bei Thors magischem Hammer, hat Alexander der Große mit alldem zu tun?!

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Von Pazzi und Päpsten | Richard Dübell: Eine Messe für die Medici

Das Attentat auf Lorenzo den Prächtigen

Der Kaufmann Peter Bernward weilt mit seiner Lebensgefährtin Jana in Florenz, der prächtigen Renaissance-Stadt, die von den Medici beherrscht wird. Ausgerechnet zu Ostern 1478 wird ein Attentat auf den Machthaber Lorenzo verübt, welches eine Reihe von Verhaftungen nach sich zieht. Und ausgerechnet Jana gehört zu den Verdächtigen! Peter Bernward versucht, die Verschwörung aufzuklären, bevor seine Geliebte am Galgen endet. Genau wie die Akteure aus dem Roman „Eine Messe für die Medici“ von Richard Dübell begeben wir uns heute auf die historischen Spuren des Anschlags, bei dem nicht nur die rivalisierende Familie der Pazzi, sondern sogar die päpstliche Kurie in Rom die Finger im Spiel hatte…

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Ausschnitt des Covers von "Die Wachsmalerin" von Sabine Weiss

Die Geschäftsidee von Madame Tussaud | Sabine Weiss: Die Wachsmalerin

Marie Grosholtz und die Revolution

Wachsfiguren waren im 18. Jahrhundert der letzte Schrei – und kein Name verkörpert diese Kunst besser als der von Madame Tussaud. In einer Zeit ohne Live-TV und Instagram bildete sie das Tagesgeschehen und die ersten Prominenten ab. Als modernes Unternehmen ist Madame Tussauds heute auf der ganzen Welt vertreten, doch auch Marie Grosholtz hat klein angefangen. Und makaber. Um ihr Geschäft vor und während der Französischen Revolution geht es im Roman „Die Wachsmalerin“ von Sabine Weiss. Aber stimmt es wirklich, dass Marie die blutigen Köpfe der frisch guillotinierten Revolutionsopfer in Wachs verewigen musste? Ich gehe den Legenden heute auf den Grund – denn in Sachen Marketing machte Madame Tussaud schon damals keiner etwas vor.

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Ausschnitt

Universitätsgründungen | Johanna von Wild: Die Erleuchtung der Welt *

Mechthild von der Pfalz und Eberhard im Barte

* Dieses Buch wurde mir als Rezensionsexemplar vom Verlag zur Verfügung gestellt. Der Themenschwerpunkt meines Artikels und der Inhalt meiner Rezension bleiben davon unberührt.

Dass Frauen in der Vergangenheit nichts zu melden hatten, ist nicht immer richtig. Mechthild von der Pfalz war eine Frau, die im ausgehenden Mittelalter großen Einfluss hatte und ein bedeutendes Vermächtnis hinterließ. Der Roman „Die Erleuchtung der Welt“ von Johanna von Wild handelt unter anderem von Mechthilds Lebensgeschichte, ihrem Sohn Eberhard und den beiden Universitätsgründungen, bei denen sie ihre Hände im Spiel hatte: Freiburg und Tübingen.

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Ausschnitt des Covers von "Die drei Betrüger" von Ursula Janssen

Ketzerische Schriften | Ursula Janssen: Die drei Betrüger *

Das Traktat „De tribus impostoribus“, der Atheismus und die Macht

* Dieses Buch wurde mir als Rezensionsexemplar von der Autorin zur Verfügung gestellt. Der Themenschwerpunkt meines Artikels und der Inhalt meiner Rezension bleiben davon unberührt.

Viele historische Romane handeln von geheimnisvollen oder verbotenen Manuskripten, was zeigt, wie viel Macht Bücher haben – deshalb liebe ich solche Geschichten! In Ursula Janssens Roman „Die drei Betrüger“ geht es um ein besonders brisantes Werk, nämlich ein gleichnamiges Traktat. Es greift nicht nur die Lehren der Kirche an, sondern gleich den Glauben selbst. Es ist ein atheistisches Manifest. Und daran sind ziemlich viele Leute ziemlich interessiert. Wenn es denn existiert…

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Eine Zeitreise ins 18. Jahrhundert

Was die Bewohner der Vergangenheit uns selbst verraten

Manchmal ärgert es mich richtiggehend, dass noch niemand eine Zeitmaschine erfunden hat. Vielleicht liegt der Reiz der Geschichte ja auch darin, dass wir manche Dinge niemals abschließend wissen werden, aber ich würde trotzdem liebend gerne einmal durch die Vergangenheit wandeln und erleben, wie es damals wirklich aussah, Menschen sehen, über die ich schon so viel gehört habe, einfach selbst dabei sein. Dass das nicht geht, ist vielleicht der Grund, weshalb ich mich so gerne in historischen Filmen, Computerspielen und natürlich vor allem Romanen verliere. Aber es gibt noch eine andere Möglichkeit, vergangenen Zeiten nachzuspüren. Wir können die echten Zeugnisse der Menschen lesen, die damals gelebt, gefühlt, gelacht und gelitten haben. Deshalb stelle ich euch heute drei Quelleneditionen vor, die uns auf ganz eigene Weise eine kleine Zeitreise ins 18. Jahrhundert ermöglichen. Perücke auf, Puder ins Gesicht und los geht’s!

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