Von Pazzi und Päpsten | Richard Dübell: Eine Messe für die Medici

Das Attentat auf Lorenzo den Prächtigen

Der Kaufmann Peter Bernward weilt mit seiner Lebensgefährtin Jana in Florenz, der prächtigen Renaissance-Stadt, die von den Medici beherrscht wird. Ausgerechnet zu Ostern 1478 wird ein Attentat auf den Machthaber Lorenzo verübt, welches eine Reihe von Verhaftungen nach sich zieht. Und ausgerechnet Jana gehört zu den Verdächtigen! Peter Bernward versucht, die Verschwörung aufzuklären, bevor seine Geliebte am Galgen endet. Genau wie die Akteure aus dem Roman „Eine Messe für die Medici“ von Richard Dübell begeben wir uns heute auf die historischen Spuren des Anschlags, bei dem nicht nur die rivalisierende Familie der Pazzi, sondern sogar die päpstliche Kurie in Rom die Finger im Spiel hatte…

1. Die erste Familie der Stadt

Wie kein anderer Name ist der der Familie Medici mit der Renaissance und den Geschicken der Stadt Florenz verbunden. Begonnen haben sie als Kaufleute, häuften aber immer mehr Macht an und wurden faktisch zu den inoffiziellen Herrschern der Metropole. Es ist unter anderem ihrem Einfluss zu verdanken, dass sich die kulturelle Blüte, die wir heute als Renaissance bezeichnen, in Florenz entfalten konnte. Um die Gründe für die Verschwörung von 1478 zu verstehen, müssen wir uns deshalb den Aufstieg der Medici genauer ansehen.

1.1. Florenz und die Geburt der Renaissance

Offiziell war die Handelsstadt am Arno eine Republik. Es gab ein kompliziertes Geflecht an Gremien, die Amtszeiten in den jeweiligen Institutionen waren relativ kurz und die Positionen wurden oftmals ausgelost. Trotzdem waren es die reichen und einflussreichen Familien der Elite, die die Politik unter sich ausmachten. Aufstiegsmöglichkeiten boten sich also vor allem denen, die Geld hatten. Das allerdings konnte man in Florenz gut verdienen, denn es herrschten lukrative Handelsmöglichkeiten, nicht zuletzt, weil die Stadt seit der Eroberung Pisas 1406 einen eigenen Seehafen besaß. Durch die wirtschaftliche Blüte wurde Florenz zu einem bedeutenden Finanzzentrum, in welchem nicht nur das gerade aufgekommene Bankwesen florierte, sondern in dem sich auch zahlreiche Künstler tummelten, die hier zahlungskräftige Auftraggeber fanden.1 Wegen der vielen kulturellen Errungenschaften und der künstlerischen Entwicklung, die dort begann, wird Florenz oft als Wiege der Renaissance gesehen. Im Zuge der sogenannten Wiederentdeckung der Antike wirkten dort die ganz großen Namen: Donatello, Brunelleschi, Leonardo da Vinci, Michelangelo, Botticelli, um nur einige zu nennen. Hierbei waren die Medici die bedeutendsten Kunstmäzene der Stadt.

Florenz in einer Darstellung aus dem 15. Jahrhundert.
Florenz zur Zeit der Renaissance, die Darstellung von 1493 entstammt der Schedelschen Weltchronik.

(Bildquelle2)

1.2. Der Aufstieg der Medici

Angefangen hatten die Medici im 13. und 14. Jahrhundert als bürgerliche Kaufleute, die aber bald schon ins Kreditgeschäft einstiegen und die Medici-Bank gründeten. Obwohl seine Gegner ihn wegen der anwachsenden Macht seiner Familie ins Exil getrieben hatten, gelang es Cosimo de Medici ab den 1430ern, durch geschicktes Netzwerken und politische Einflussnahme seine Position entscheidend zu festigen.

Wie aber sichert man seine Macht, wenn die wichtigsten Ämter mittels Auslosung vergeben werden? Ganz einfach: Man beeinflusst, wessen Namen überhaupt in den Lostopf wandern. Die sogenannten Beutelfüller, accopiatori, sorgten schlicht dafür, dass nur handverlesene Medici-Parteigänger in die einflussreichen Positionen gelangen konnten. Damit und mit einer guten Portion Propaganda (die vielen Renaissance-Künstler wurden nämlich nicht nur zum Spaß so rege gefördert) wurde Cosimo der Ältere zum primus inter pares, zum Ersten unter Gleichen. Diese Taktik setzte sein Sohn Piero (schmeichelhafter Beiname: der Gichtige) fort. Das heißt nicht, dass es nicht stets auch Opposition gegen die Machtausübung der Medici gab. Aber durch das kluge Ausbalancieren von Abhängigkeitsverhältnissen, gepaart mit vorteilhaften Heiraten (sein Sohn Lorenzo wurde mit der adeligen Römerin Clarice Orsini vermählt, um das Ansehen des Hauses zu steigern), konnte er das Prestige der Familie vermehren und die nach wie vor inoffizielle Herrscherrolle behaupten.4[/note]

Portrait von Cosimo dem Alten aus Florenz.
Cosimo „der Alte“, 1389-1464. Nicht zu verwechseln mit Cosimo I., der ab 1537 Herzog der Toskana und somit der erste offizielle Medici-Herrscher in Florenz wurde.

(Bildquelle5)

2. Kampf der Giganten: Bankiers der Päpste

Der wohl bekannteste Medici jener Zeit, Lorenzo der Prächtige, war indes schon mehr humanistischer Politiker als Geschäftsmann. Kulturell kann man während seiner Herrschaft zwar in der Tat von einem Goldenen Zeitalter für Florenz sprechen, wirtschaftlich brauten sich jedoch Probleme zusammen, mit denen nicht zuletzt die Medici-Bank selbst zu kämpfen hatte. Die Macht, die Lorenzo innehatte, stand inzwischen in einem unangenehmen Kontrast zum langsamen Niedergang der Bank. Wirtschaftliche und politische Größe gingen nicht mehr miteinander einher. Gleichzeitig gelangten die Pazzi, eine altehrwürdige Familie, die die bürgerlichen Medici als lästige Emporkömmlinge verachtete, in jener Zeit zu immer mehr finanziellem Einfluss. Insbesondere machten sie den Medici die lukrative und prestigeträchtige Rolle als Bankiers der päpstlichen Kurie streitig. Lorenzo de Medici hatte nicht nur mit diesen Rivalen zu kämpfen, sondern geriet auch noch in politischen Streit mit Papst Sixtus IV. (mehr zur politischen Bedeutung des Papsttums ist in meinem Beitrag zu den Borgia zu lesen). Wie so oft machte ein gemeinsamer Feind zwei Parteien zu Freunden, und so kam es 1478 zur sogenannten Pazzi-Verschwörung, in deren Strudel auch die Romanfigur Peter Bernward gerät.6

Portrait von Lorenzo dem Prächtigen aus Florenz.
Lorenzo der Prächtige (1449-1492), der die Renaissance in Florenz verkörpert wie kein anderer.

(Bildquelle7)

3. Die Pazzi-Verschwörung

Peter und Jana reisen nach Florenz, wo Jana, die Wert auf ihre Eigenständigkeit und Selbstbestimmung legt, einige wichtige Geschäfte tätigen will. Als Fremde sind sie überwältigt von der Pracht und der Kunstfertigkeit dieser Stadt, in der sich auch Johann Kleinschmidt, Peters Schwiegersohn, im Auftrag der Fugger aufhält. Kaum angekommen, beginnt Jana eifrig, geschäftliche Kontakte zu knüpfen. Aber die Pläne werden jäh von dem Anschlag vereitelt, der am 26. April 1478 während der Ostermesse stattfindet.

3.1. Die Verschwörer

Hauptakteure des Komplotts, das in der Geschichtsschreibung seither ihren Namen trägt, waren Mitglieder der Pazzi-Familie, vor allem deren Oberhaupt Jacopo und sein Neffe Francesco. Außerdem Francesco Salviati, der Erzbischof von Pisa – die Medici hatten die Inbesitznahme seines Bistums lange Zeit blockiert, er und seine Familie hatten also eine ganz persönliche Rechnung mit ihnen offen. Überdies hatte er verwandtschaftliche Beziehungen zu den Riario, die ihrerseits zur Familie von Papst Sixtus IV. gehörten. Girolamo Riario, Sixtus‘ Neffe, war Oberbefehlshaber der päpstlichen Streitkräfte, und dessen Neffe Raffaele Riario wiederum Kardinal. Zu den weiteren Verschwörern gehörten Giovanni Battista Montesecco (ein Söldnerführer in päpstlichen Diensten), der Pazzi-Bankier Bernardo Bandini Baroncelli und wahrscheinlich aus der Ferne auch Federico da Montefeltro, der Herzog von Urbino.8

3.2. Der Plan

Der Plan für das Attentat war so perfide wie vielversprechend: Es sollten in jedem Fall sowohl Lorenzo der Prächtige als auch sein etwas jüngerer Bruder Giuliano getötet werden, denn sonst hätte dieser die Herrschaft über Florenz übernehmen können. Nur die Vernichtung beider hätte garantiert, dass kein Medici-Spross (die ansonsten alle noch im Kindesalter waren) nachrücken konnte. Als Gelegenheit, beide Brüder gemeinsam zu erwischen, wurde ausgerechnet die Ostermesse im Dom Santa Maria del Fiore ausgemacht. Diese hielt der Kardinal Raffaele Riario, der zu Besuch in Florenz weilte. Höchstwahrscheinlich wusste er nichts von den Anschlagsplänen, während sein sehr wohl daran beteiligter Bruder Girolamo in Rom und somit außer Schusslinie blieb. Bezeichnenderweise konnte der Söldnerführer Montesecco einen Anschlag in der Kirche nicht mit seinem Gewissen vereinbaren, sodass zwei Priester (!) für ihn einsprangen, um die Tat mit auszuführen. Der Papst übrigens hatte allem Anschein nach ebenfalls weniger moralische Skrupel. Später sollten die gefangenen Verschwörer aussagen, der Heilige Vater hätte zwar den Sturz der Medici befürwortet, allerdings nicht ausdrücklich einem Blutvergießen zugestimmt. Zwischen den Zeilen hieß er die Tat damit aber zweifellos gut, denn anders als durch den Tod der Medici-Brüder hätte die Verschwörung keine Aussicht auf Erfolg gehabt.9 Dass der Pontifex also einen Mordanschlag in einer Kirche billigte, darf auf die Liste der weniger rühmlichen Merkmale des ohnehin denkwürdigen Renaissance-Papsttums gesetzt werden.

Portrait von Francesco della Rovere, Papst Sixtus IV.
Francesco della Rovere, von 1471-1484 als Sixtus IV. Papst.

(Bildquelle10)

3.3. Das Attentat

Als der Kardinal während der Messe feierlich den Kelch hob, um die Verwandlung des Weins in das Blut Christi anzuzeigen, war das wohl das vereinbarte Signal für die Verschwörer. Sie zogen ihre Dolche hervor und stürzten sich auf Lorenzo und Giuliano de Medici. Letzterer wurde regelrecht abgeschlachtet, Francesco de Pazzi soll so von Sinnen auf ihn eingestochen haben, dass er sich dabei selbst am Bein verletzte. Lorenzo dagegen bekam nur eine Wunde im Nacken ab und konnte sich notdürftig verteidigen, bevor es ihm gelang, mit einigen Getreuen in die Sakristei zu flüchten.

Bischof Salviati und Jacopo de Pazzi wollten derweil den Palazzo della Signoria, den Sitz der Stadtregierung, einnehmen. Sie gingen davon aus, das Volk von Florenz hinter sich zu haben, das sie mit dem Schlachtruf „Popolo e libertà“11 mobilisieren wollten. Die Besetzung scheiterte jedoch, Salviati wurde dort festgesetzt und Jacopo de Pazzi konnte zunächst fliehen. Inzwischen hatten die Neuigkeiten von Giulianos Tod und Lorenzos Überleben die Runde gemacht, und die Florentiner bewaffneten sich – allerdings nicht, um sich von den Medici zu befreien, sondern um Rache an den Verschwörern zu üben.12

Büste von Giuliano de Medici, der 1478 bei der Verschwörung der Pazzi in Florenz ermordet wurde.
Büste des Giuliano de Medici, um 1475.

(Bildquelle13)

4. Lynchjustiz und Kirchenbann

Dass sich die Verräter hinsichtlich der Loyalität der Bevölkerung verkalkuliert hatten, erwies sich als fatal, denn was folgte, kann man nur als Lynchjustiz bezeichnen. Luca Landucci, tagebuchschreibender Kaufmann aus Florenz und vermutlich Augenzeuge, beschreibt das grausame Geschehen:

Und auf der Piazza wurde eine Schar Männer der Verschworenenpartei ermordet und lebendig aus den Fenstern der Signori auf den Marktplatz geworfen, unter den anderen wurde ein Geistlicher des Bischofs auf der Piazza umgebracht und gevierteilt und der Kopf ihm weggenommen, und den ganzen Tag trugen sie besagten Kopf auf einer Lanze durch ganz Florenz, und nachdem man ihm die Beine abgerissen, wurde ein vorderes Viertel mit einem Arm daran auf einem Spieß durch die Stadt getragen […].14

Die Piazza und der dahinter gelegene Palazzo della Signoria, zentraler Ort in Florenz und unter anderem Schauplatz der Verschwörung der Pazzi.
Die Piazza und der Palazzo della Signoria, der heutige Palazzo Vecchio. Hier wurden viele Beteiligte der Pazzi-Verschwörung hingerichtet.

(Bildquelle15)

Die Gewalt war völlig entgrenzt, zahlreiche Gefangene, darunter Erzbischof Salviati, wurden an den Fenstern des Palazzo della Signoria aufgeknüpft. Die Leiche Jacopo de Pazzis, der auf der Flucht gefangen und gehängt worden war, wurde noch ganze drei Wochen später ausgegraben, makaber geschändet und in den Arno geworfen.16 Den geflüchteten Bernardo Bandini Baroncelli verfolgte man bis nach Konstantinopel, Ende 1479 wurde er vom Sultan ausgeliefert und noch in seinen osmanischen Kleidern in Florenz erhängt. Leonardo da Vinci hat die Hinrichtung in einer Zeichnung festgehalten.17

Auch Peter Bernwards Lebensgefährtin Jana wird verdächtig, zu der Verschwörung gehört zu haben, und nicht einmal er ist von ihrer Unschuld gänzlich überzeugt. Angesichts der Spirale der Gewalt ist es jedoch kein Wunder, dass er alles daran setzt, sie aus dem Gefängnis zu holen und die Ereignisse aufzuklären. Als Fremder in Florenz hat er es dabei wahrlich nicht leicht, zumal er aufpassen muss, nicht selbst unter Verdacht zu geraten.

Ein diplomatisches Vermächtnis

Die Brutalität, mit der Lorenzo de Medici auf das Komplott reagierte, weckte starke Kritik, zumal er eigentlich für seine diplomatische Umsichtigkeit, Gelehrsamkeit und kulturellen Errungenschaften bewundert wurde. Er selbst versuchte, die Schuld an den Entgleisungen auf den Mob abzuwälzen. Es kann jedoch nicht geleugnet werden, dass er selbst mit großer Härte gegen nahezu alle Verschwörer vorging, derer er habhaft werden konnte. Lediglich dem (vermutlich unschuldigen) Kardinal Raffaele Riario bot er in seinem eigenen Haus Schutz, eventuell war dieser aber auch eine nützliche Geisel. Denn Papst Sixtus, der Lorenzo schließlich selbst gerne tot gesehen hätte, reagierte seinerseits mit einer Kriegserklärung. Begründet mit der rechtswidrigen Hinrichtung des Erzbischofs Salviati verhängte der Heilige Stuhl das Interdikt über Lorenzo und die Stadt Florenz. Damit waren gottesdienstliche Handlungen wie die Messe oder Kommunion untersagt (was nach dem damaligen Glauben das Seelenheil der Bewohner bedrohte). Als Bedingung für die Aufhebung des Kirchenbannes nannte er die Auslieferung von Lorenzo de Medici, was der päpstliche Verbündete, Ferdinand I. von Neapel, mit Waffengewalt durchsetzen sollte. Dass es Lorenzo dank seines diplomatischen Geschicks gelang, Frieden mit Neapel zu schließen, festigte aber in letzter Konsequenz seine Macht und seinen Einfluss, sodass er gestärkt aus dem Attentat hervorging.18

Eine Medaille aus Florenz, zum Gedenken an die Verschwörung der Pazzi.
Eine Medaille, die Lorenzo de Medici als Andenken an seinen Bruder Giuliano und die Pazzi-Verschwörung prägen ließ. Die Inschrift lautet „Lorenzo de Medici“ und „öffentliches Wohl“.

(Bildquelle19)

Dass seine Herrschaftszeit trotz des bereits einsetzenden wirtschaftlichen Niedergangs als Goldenes Zeitalter gewertet wird, ist nicht zuletzt den klugen Propaganda-Strategien zu verdanken, derer sich die Medici bedienten. Befördert durch die von ihm protegierten Künstler und Gelehrten konnte sich Lorenzo der Prächtige als „Meisterdiplomat, Gleichgewichtswahrer, Schiedsrichter und Garant der Unabhängigkeit Italiens“20 inszenieren. Einen umso krasseren Kontrast bilden die Ereignisse, die nach seinem Tod 1492 einsetzten. Wie es in den folgenden Jahren mit Florenz weiterging, könnt ihr in meinem Beitrag über Tilman Röhrigs Roman „Wir sind das Salz von Florenz“ nachlesen.

5. Rezension

Cover des Romans "Eine Messe für die Medici" von Richard Dübell.
Richard Dübell: Eine Messe für die Medici, Nymphenburger.

Das Thema dieses Romans war für mich Grund genug, ihn zu lesen – was auch ohne Probleme möglich war, obwohl ich den ersten Roman über Peter Bernward (Der Tuchhändler) nicht kannte. Die Figuren und ihre Vorgeschichte werden so eingeführt, dass man trotzdem alles versteht.

Es ist kein Geheimnis, dass ich am Florenz der Renaissance einen Narren gefressen habe, und ich fand es toll, wie plastisch Richard Dübell die Stadt in seinem Roman zum Leben erweckt. Wir entdecken sie als Leser gemeinsam mit Peter Bernward, der ja ebenfalls nur ein Besucher ist. Weniger sympathisch als ihn fand ich übrigens seine Quasi-Ehefrau Jana, die kaum selbst in Erscheinung tritt, aber keinen besonders liebenswürdigen Eindruck macht – was vielleicht gewollt ist. In jedem Fall werden die fiktiven Figuren auf sehr gelungene Weise in die realen Geschehnisse rund um das Pazzi-Attentat eingebettet, und viele echte überlieferte Akteure haben ihren Auftritt. Die Protagonisten selbst haben einen recht großen Wiedererkennungswert, und bis zum Ende war ich mir nicht sicher, wer letztlich die Verantwortung für die Intrige rund um Janas Inhaftierung trug (auch, wenn ich mit meiner Vermutung nicht gänzlich daneben lag). Das Rätsel beziehungsweise die Verschwörung haben mich also gut unterhalten, obwohl ich bei dem Gewirr an Namen und kaufmännischen Geschäftsbeziehungen irgendwann ein wenig den Überblick verloren habe.

Wer sich für die italienische Renaissance, das Florenz der Medici und turbulente Geschichten voller gedungener Mörder interessiert, der ist mit der Lektüre von „Eine Messe für die Medici“ gut beraten.

Richard Dübell: Eine Messe für die Medici, erschienen im Jahr 2000 und nachfolgend in verschiedenen Auflagen bei Nymphenburger sowie Bastei Lübbe.

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  1. Reinhardt, Volker: Die Medici. Florenz im Zeitalter der Renaissance, München 42007, S. 29-34.
  2. Holzschnitt der Stadt Florenz aus der sogenannten Schedelschen Weltchronik, 1493, von Michel Wolgemut, Wilhelm Pleydenwurff und Hartmann Schedel, Public Domain, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=882205, Zugriff am 23.06.2019.
  3. 3Reinhardt, Volker: Die Medici. Florenz im Zeitalter der Renaissance, München 42007, S. 40-77.
  4. Jacopo Pontormo, Cosimo il Vecchio (postum), twGoy5ijJE6aLA at Google Cultural Institute, Public Domain, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=13518434, Zugriff am 23.06.2019.
  5. Reinhardt, Volker: Die Medici. Florenz im Zeitalter der Renaissance, München 42007, S. 78-86.
  6. Girolamo Macchietti: Lorenzo der Prächtige (posthum), gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=734123, Zugriff am 23.06.2019.
  7. Reinhardt, Volker: Die Medici. Florenz im Zeitalter der Renaissance, München 42007, S. 86-87.
  8. Reinhardt, Volker: Die Medici. Florenz im Zeitalter der Renaissance, München 42007, S. 78-86.
  9. Joos van Wassenhove/Justus van Gent: Sixtus IV, ca. 1473-75, Louvre, gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=7993503, Zugriff am 23.06.2019.
  10. “Volk und Freiheit“
  11. Landucci, Lucca: Ein florentinisches Tagebuch 1450-1516 nebst einer anonymen Fortsetzung 1516-1542, übers., eingel. u. erkl. v. Marie Herzfeld (Das Zeitalter der Renaissance. Ausgewählte Quellen zur Geschichte der italienischen Kultur Bd. 5), S. 30-32.
  12. Andrea del Verrocchio: Giuliano de Medici, um 1475, National Gallery of Art, Public Domain, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=47611309, Zugriff am 23.06.2019.
  13. Landucci, Lucca: Ein florentinisches Tagebuch 1450-1516 nebst einer anonymen Fortsetzung 1516-1542, übers., eingel. u. erkl. v. Marie Herzfeld (Das Zeitalter der Renaissance. Ausgewählte Quellen zur Geschichte der italienischen Kultur Bd. 5), S. 32-33.
  14. Bernardo Bellotto: Piazza della Signoria und Palazzo Vecchion in Florenz, Web Gallery of Art, Public Domain, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=1200458, Zugriff am 23.06.2019.
  15. Landucci, Lucca: Ein florentinisches Tagebuch 1450-1516 nebst einer anonymen Fortsetzung 1516-1542, übers., eingel. u. erkl. v. Marie Herzfeld (Das Zeitalter der Renaissance. Ausgewählte Quellen zur Geschichte der italienischen Kultur Bd. 5), S. 33-36.
  16. Landucci, Lucca: Ein florentinisches Tagebuch 1450-1516 nebst einer anonymen Fortsetzung 1516-1542, übers., eingel. u. erkl. v. Marie Herzfeld (Das Zeitalter der Renaissance. Ausgewählte Quellen zur Geschichte der italienischen Kultur Bd. 5), S. 51.
  17. Reinhardt, Volker: Die Medici. Florenz im Zeitalter der Renaissance, München 42007, S. 89.
  18. Bertoldo di Giovanni: Medaille zur Pazzi-Verschwörung, file was donated to Wikimedia Commons as part of a project by the Metropolitan Museum of Art, CC0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=60172904, Zugriff am 23.06.2019.
  19. Reinhardt, Volker: Die Medici. Florenz im Zeitalter der Renaissance, München 42007, S. 92.

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