Knick in der Optik? | Titus Müller: Die Brillenmacherin

Die Erfindung der Brille

Im abenteuerlichen Roman „Die Brillenmacherin“ von Titus Müller geht es um gleich zwei spannende historische Themen: Das frühe Optikerhandwerk und die vorreformatorische Bewegung der Lollarden, die eine englische Bibelübersetzung herausbringen wollten. Wir konzentrieren uns heute auf die Erfindung der Brille, ohne die viele von uns mit Sicherheit ziemlich aufgeschmissen wären.

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Buchdruck als Kunst und Geschäft | Sophia Langner: Die Herrin der Lettern

Tübingens erste Druckerin

Eine Frau, welche die schwarze Kunst praktiziert – es geht in „Die Herrin der Lettern“ aber nicht um Hexerei, sondern um ein viel handfesteres Gewerbe: den Buchdruck. Magdalena Morhart leitete fast zwanzig Jahre lang eine der wenigen Druckereien im Herzogtum Württemberg, und Sophia Langner hat ihr ihren Debütroman gewidmet. Wie schaffte sie das als Frau, und was war das überhaupt für ein Gewerbe, das mit dem Buchdruck entstand?

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Ausschnitt aus dem Cover des Romans "Raffael" von Noah Martin.

Der Maler und die Bäckerin | Noah Martin: Raffael *

Raffaels Leben im Zeichen von Kunst und Intrigen

* Dieses Buch wurde mir als Rezensionsexemplar vom Verlag zur Verfügung gestellt. Der Themenschwerpunkt meines Artikels und der Inhalt meiner Rezension bleiben davon unberührt. 

Er ist einer der Stars der italienischen Renaissance und setzt bis heute Maßstäbe: Raffael. Vor ziemlich genau 500 Jahren starb er, am 6. April 1520. Zu diesem Anlass erschien Noah Martins historischer Roman „Raffael – Das Lächeln der Madonna“, der nicht nur dem Meister aus Urbino und seiner großen Liebe, sondern der ganzen Renaissance und der Schönheit der Kunst ein Denkmal setzt. Denn das kurze, glanzvolle Leben Raffaels war auch von Schattenseiten und Rivalitäten geprägt. Von beiden Seiten erzähle ich heute.

Die hier geschilderten biographischen Eckpunkte Raffaels kommen natürlich auch im Roman vor, ansonsten ist der Artikel spoilerfrei. Wer gar nichts vom Inhalt erfahren möchte: hier geht’s direkt zur Rezension.

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Ausschnitt aus dem Cover des Romans "Krone des Schicksals" von Richard Dübell

Aller Fürsten Leitstern | Richard Dübell: Krone des Schicksals

Walther von der Vogelweide und die Reichskrone

Politische Intrigen und die unerbittliche Suche nach einem Edelstein: Richard Dübells Roman „Krone des Schicksals“ hat alles, was ein zünftiger Mittelalter-Histo braucht. Orphanus der Waise ist ein ganz besonderer Stein, denn ihm wird unvorstellbare Macht zugeschrieben. Und er ist verloren gegangen. Kein geringerer als der Dichter Walther von der Vogelweide wird von seinem Kaiser beauftragt, ihn wieder aufzutreiben. Die Geschichte im Roman ist (weitgehend) erfunden, und zu ihr will ich gar nicht so viel sagen, aber den Stein gab es wirklich. Seine Geschichte und die des großen Minnesängers erzähle ich euch heute.

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Ausschnitt aus dem Cover des Romans "Die Perlenfischerin" von Sabine Weiss.

Reich an Perlen | Sabine Weiss: Die Perlenfischerin *

Löwen, Intrigen und renitente Untertanen

* Dieses Buch wurde mir als Rezensionsexemplar vom Verlag zur Verfügung gestellt. Der Themenschwerpunkt meines Artikels und der Inhalt meiner Rezension bleiben davon unberührt. 

Um das Jahr 1200 ging es im heutigen Deutschland richtig hoch her. Christen gegen Heiden, Staufer gegen Welfen, Untergebene gegen ihre Herren – in «Die Perlenfischerin» erzählt Sabine Weiss, wie sich die Kriege und politischen Ränkespiele auf das Alltagsleben der Bevölkerung auswirkten. Und sie erzählt von den Perlen, deren Schönheit die Menschheit bereits im Mittelalter beeindruckte – heute ist die Flussperlmuschel vom Aussterben bedroht. Was die Zerstörung Bardowicks mit den Hinterteilen seiner Einwohner zu tun hat, wie das deutsche «Game of Thrones» verlief und was wir tun können, um die Flussperlmuscheln zu schützen, erfahrt ihr heute bei mir.

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Feminine Diplomatie | Marie Cristen: Der Damenfriede

Die Streitschlichterinnen von Cambrai

Wenn Zwei sich streiten, muss ein Dritter schlichten. Jedenfalls galt das für die zähen Verhandlungen, die 1529 im sogenannten Damenfriede von Cambrai ihren Abschluss fanden. Ein diplomatisches Meisterstück? Bemerkenswert ist jedenfalls die Besetzung. In der Rolle der Streithähne: Kaiser Karl V. und der französische König Franz I. In der Rolle der Schlichterinnen: Margarete von Österreich, des Kaisers Tante, und Louise von Savoyen, des Königs Mutter. Im historischen Roman „Der Damenfriede“ von Marie Cristen gibt es noch eine dritte Dame, Simona Contarini, die ungewollt zwischen die Fronten gerät. Wie kam es zu dem Krach zwischen Kaiser und König und dazu, dass es zwei Frauen waren, die den Karren ganz offiziell aus dem Dreck ziehen durften?

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Ansichten von Brügge, Gent und Mechelen

Flandern sehen und … lesen!

Eine literarische Reise durch das historische Belgien

Auch im Urlaub begebe ich mich gerne auf die Spuren der Geschichte – sozusagen, um das Motto meines Blogs ganz praktisch in die Tat umzusetzen. Und dieses Jahr führte es mich nach Belgien, genauer gesagt in die Provinz Flandern. Die spielte historisch nämlich eine äußerst bedeutende Rolle, und das kann man bis heute sehen. Es war wie eine kleine Zeitreise, die ich in Brügge, Gent und Mechelen erlebt habe. Im Gepäck hatte ich natürlich auch die passenden historischen Romane, die ich euch heute gemeinsam mit ihren realen Schauplätzen und Akteuren vorstellen möchte. Willkommen zu meinem historisch-literarischen Reiseführer!

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Reliquienjagd | Dirk Husemann: Die Eispiraten

Der Leichentransport des Heiligen Markus

Ein absurdes Versprechen des Dogen von Venedig, seine vorwitzige Tochter, eine bunte Schiffsbesatzung, fiese Gegenspieler und eine schier unmögliche Mission. Der Roman „Die Eispiraten“ von Dirk Husemann vermischt zahlreiche Legenden und Geschichten: Wikinger, die mit ihrem Drachenboot übers Mittelmeer segeln, die ersten Experimente mit Speiseeis, den Diebstahl der Gebeine des Heiligen Markus… Und was, bei Thors magischem Hammer, hat Alexander der Große mit alldem zu tun?!

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Von Pazzi und Päpsten | Richard Dübell: Eine Messe für die Medici

Das Attentat auf Lorenzo den Prächtigen

Der Kaufmann Peter Bernward weilt mit seiner Lebensgefährtin Jana in Florenz, der prächtigen Renaissance-Stadt, die von den Medici beherrscht wird. Ausgerechnet zu Ostern 1478 wird ein Attentat auf den Machthaber Lorenzo verübt, welches eine Reihe von Verhaftungen nach sich zieht. Und ausgerechnet Jana gehört zu den Verdächtigen! Peter Bernward versucht, die Verschwörung aufzuklären, bevor seine Geliebte am Galgen endet. Genau wie die Akteure aus dem Roman „Eine Messe für die Medici“ von Richard Dübell begeben wir uns heute auf die historischen Spuren des Anschlags, bei dem nicht nur die rivalisierende Familie der Pazzi, sondern sogar die päpstliche Kurie in Rom die Finger im Spiel hatte…

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Ausschnitt des Covers von "Die Wachsmalerin" von Sabine Weiss

Die Geschäftsidee von Madame Tussaud | Sabine Weiss: Die Wachsmalerin

Marie Grosholtz und die Revolution

Wachsfiguren waren im 18. Jahrhundert der letzte Schrei – und kein Name verkörpert diese Kunst besser als der von Madame Tussaud. In einer Zeit ohne Live-TV und Instagram bildete sie das Tagesgeschehen und die ersten Prominenten ab. Als modernes Unternehmen ist Madame Tussauds heute auf der ganzen Welt vertreten, doch auch Marie Grosholtz hat klein angefangen. Und makaber. Um ihr Geschäft vor und während der Französischen Revolution geht es im Roman „Die Wachsmalerin“ von Sabine Weiss. Aber stimmt es wirklich, dass Marie die blutigen Köpfe der frisch guillotinierten Revolutionsopfer in Wachs verewigen musste? Ich gehe den Legenden heute auf den Grund – denn in Sachen Marketing machte Madame Tussaud schon damals keiner etwas vor.

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